Neue Komponenten

Es müssen nicht nur die Komponenten zum Einsatz kommen, die Borland mit Delphi ausliefert. Jeder hat die Möglichkeit, eigene Komponenten zu entwickeln. Außerdem gibt es im Internet mehrere große Seiten, bei denen Delphi-Komponenten als Freeware oder auch kommerziell bezogen werden können.

Komponenten installieren

Zur Installation von Komponenten gibt es mehrere Wege. Es empfiehlt sich deshalb, die meist beiliegende Readme-Datei zu lesen. Einige Komponenten werden mit Installationsprogrammen ausgeliefert, so dass nichts Weiteres getan werden muss. Weitere Möglichkeiten sind Folgende:

Installation von VCL-Komponenten

bis Delphi 7

Handelt es sich um einzelne Komponente, die im Quellcode vorliegt, muss in Delphi der Menüpunkt "Komponente/Komponente installieren" aufgerufen werden:

Unter "Name der Unit" muss der Name der pas-Datei stehen (lässt sich über "Durchsuchen" auswählen). Weiter unten lässt sich ein Package auswählen, in das die Komponente aufgenommen werden soll. Was es mit Packages auf sich hat, werden wir im folgenden Kapitel besprechen. Ein Klick auf OK zeigt das Package-Fenster an, das nun noch kompiliert und installiert werden muss. Anschließend steht die neue Komponente in der Palette zur Verfügung.

Seit Delphi 2005 ist das direkte Installieren von Komponenten nicht mehr möglich. Es können nur noch komplette Packages installiert werden. Also muss eine einzelne Komponente einem Package hinzugefügt werden. Dafür legt man über Datei/Neu/Weitere/Delphi-Projekte/Package ein neues, leeres Package an. Dies ist anschließend als Struktur in der Projektverwaltung zu sehen. Über rechten Mausklick auf "Contains" und Wahl von "Hinzufügen" können pas-Dateien hinzugefügt werden. Ist das Package fertig, kann es über das Menü Komponente/Packages installieren installiert werden. Einfacher ist jedoch ein rechter Mausklick auf den Packagenamen in der Projektverwaltung. Hier ist direkt die Auswahl von "Installation" möglich.

Installation mit dcu-Datei

Steht eine Komponente nur in kompilierter Form (dcu) zur Verfügung, sind die Erfolgsaussichten, nicht sehr gut. Die Komponente lässt sich dann nämlich nur in der Delphi-Version installieren, mit der sie auch kompiliert worden ist. Der Installationsvorgang selbst läuft wie bei einer pas-Datei. Tritt dabei jedoch ein Fehler auf, sollte beim Hersteller nach einer Datei gefragt werden, die zu der verwendeten Delphi-Version passt.

Installation mit dpk-Datei

Komponentensammlungen stehen meist in einer dpk-Datei zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein komplettes, unkompiliertes Package. Diese Datei kann in Delphi über Datei/Öffnen geöffnet werden.

bis Delphi 7

Zu sehen ist das Package-Verwaltungsfenster:

Hier sind alle einzelnen Komponenten zu sehen, die auch aus dem Package entfernt werden können. Zunächst muss das Package kompiliert werden (Button ganz links). Anschließend noch ein Klick auf "Installieren". Nun sollte ein Fenster erscheinen, das alle neu hinzugekommenen Komponenten auflistet.

ab Delphi 2005

Seit Delphi 2005 verläuft dieser Vorgang ähnlich, nur dass es kein eigenes Package-Verwaltungsfenster wie oben abgebildet gibt. Die Package-Struktur wird hier in der Projektverwaltung angezeigt. Das Kompilieren und Installieren ist über das Kontextmenü möglich (rechter Mausklick auf Package-Namen).

Eigene Komponenten entwickeln

Beim Entwickeln eigener Komponenten unterstützt Delphi den Programmierer: "Komponente/Neue Komponente" lässt ein Dialogfenster erscheinen, in dem man angeben muss, von welcher bereits existierenden Klasse die Komponente abgeleitet werden soll, wie sie heißen soll, wo sie in der Komponentenpalette aufgenommen werden soll und wo die Quelldatei gespeichert werden soll. Nach Klick auf "OK" erscheint eine um diesen Angaben ergänzte Unit. Die eigentliche Programmierung bleibt natürlich dem Entwickler überlassen. Zur Entwicklung von eigenen Komponenten sind einige spezielle Kenntnisse nötig, die an dieser Stelle nicht vermittelt werden sollen. Einen Einstieg dazu finden Sie in unserem Tutorial.

ab Delphi 2005

Seit Delphi 2005 heißt der Menüpunkt "Neue VCL-Komponenten" und lässt den Benutzer zuerst wählen, ob er eine Komponente für Win32 oder VCL.NET erstellen will.