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Entwicklungsumgebung ab Delphi 8

Überblick

Diese Beschreibung bezieht sich auf die Delphi-Entwicklungsumgebung ab Version 8. Bis Version 7 kam eine alte Entwicklungsumgebung zum Einsatz.

Seit Delphi 8 setzt Borland in Delphi eine neue IDE ein. Dort gibt es eine Willkommensseite, auf der man nach dem Start landet. In Delphi 2010 sieht diese so aus:

Delphi-Willkommensseite

Den Einsteiger mag das etwas verwirren, besonders, wenn er sich durch die langen Menüs bewegt.
Wir wollen hier die Möglichkeiten von Delphi ein wenig näher beschreiben. Dabei soll jedoch nicht auf jedes Detail eingegangen werden. Stattdessen sollen die wichtigsten Funktionen, die auch von Einsteigern benötigt werden, beschrieben werden. Hat man sich erst einmal in die Bedienung der IDE eingearbeitet, sollte es nicht mehr allzu schwer sein, auch die weiteren Funktionen zu verwenden.
Die Beschreibung und die Screenshots orientieren sich an Delphi 2010. Seit Delphi 8 hat sich diese IDE nicht grundlegend verändert. Es kann allerdings sein, dass nicht alle Features in allen Versionen zu finden sind. In Delphi 1 bis 7 hatte die IDE einen anderen Aufbau, dem wir ein eigenes Kapitel gewidmet haben.

Um noch einmal auf den Begriff „IDE“ zurückzukommen: Das „Integrierte“ daran ist der Zugriff auf Editor, Compiler, Linker und Debugger unter einer einzigen Oberfläche. Im Gegensatz dazu stehen die reinen Compiler, wobei der Programmcode in einem normalen Texteditor geschrieben wird und anschließend dem Compiler auf Befehlszeilenebene als Parameter übergeben wird.
Das Konzept der integrierten Entwicklungsumgebung ist also sehr komfortabel und vor allem Zeit sparend.

Mit Delphi 8 führte Borland die neue IDE ein, die unter dem Codenamen „Galileo“ entwickelt wurde. Auffälligste Neuerung ist, dass sie nicht mehr aus mehreren frei schwebenden Fenstern, sondern aus einem einzigen großen Fenster besteht. Auch dieses besteht jedoch aus vielen kleinen Einzelfenstern, die nach Belieben an verschiedenen Stellen angedockt werden können. Letztlich lässt sich auch ein „Classic Undocked Layout“ aktivieren, um wieder viele einzelne Fenster zu erhalten. Wir gehen hier jedoch von dem Standard aus, den Borland bzw. Embarcadero ausliefert.

Nach einem Start befindet man sich nicht – wie in den früheren Versionen – vor einem neuen, leeren Delphi-Projekt wieder, sondern vor der Willkommensseite. Hier kann man sich die aktuellen News verschiedener Anbieter anzeigen lassen, auch findet sich hier eine Liste der zuletzt geöffneten Projekte. Sobald ein Projekt geöffnet wird, wird die Willkommensseite durch den Code-Editor und den Formular-Designer ersetzt.

Weitere Neuerung ist, dass sich die Komponenten nicht mehr oben unterhalb des Menüs, sondern in einer „Toolbox“ am rechten unteren Rand befinden. Darüber befinden sich mehrere Fenster, die per Reiternavigation übereinander gelegt sind: die Projektverwaltung, die Modellansicht und der Daten-Explorer für den Zugriff auf Datenbanken.

Auf der linken Fensterseite sind die Fenster Struktur und Objektinspektor zu sehen.

Die Willkommensseite

Die Willkommensseite (auch Welcome Page genannt) ist neu in Delphi 8 und wurde in Delphi 2005 stark überarbeitet. Sie enthält im oberen Bereich Buttons zum schnellen Öffnen und Anlegen von Projekten, darunter eine Tabelle mit den zuletzt geöffneten Projekten. In der linken Spalte sind Links auf Webressourcen und lokale Dateien (wie z.B. die Hilfe) zu finden.

Ein eigener Menüpunkt der Willkommensseite widmet sich den News. Über eine Combobox lässt sich eine Newsquelle auswählen, die geladen wird. Dahinter stehen RSS-Feeds, die auch über eigenständige RSS-Feed-Reader gelesen werden könnten, deren Integration in die Willkommensseite aber sehr sinnvoll ist. Durch diese Neuerung wird das in älteren Delphi-Versionen enthaltene, aber mehr schlecht als recht gepflegte „Delphi Direct“ (Menü „Hilfe“) ersetzt.